#Error

Das Lied vom Scheitern 16.05.18

Manchmal hänge ich mich auf. An Dingen, die an den Meisten einfach so vorbei ziehen. Das nervt nicht nur tierisch, es hindert mich auch in meinem Vorankommen. Was kann ich tun, um mein ewiges Gedankenkarussell anzuhalten?

So einen richtigen Scheiß-Tag hat wohl jeder mal. Schon beim ersten Augenaufschlag ist dir klar, das wird heute nichts. Kein Bock aufzustehen. Liegen bleiben und ne Stunde im Social Media Dschungel verschwinden. Im Augenwinkel dein Schreibtisch, auf dem sich die To-Do’s schon stapeln. Wie im Flug und doch elendig langsam vergeht die Zeit, wenn ich mich vor einer Aufgabe drücke. Die Hausarbeit muss in einem Monat abgegeben werden? Das ist doch noch lange hin! Nope. Aus einem Monat wird schnell ein stressiges Wochenende. Ich sage immer ich brauche den Druck, um wirklich produktiv arbeiten zu können. Bullshit. Für dieses ungesunde Verhalten gibt es sogar einen Fachausdruck: Prokrastination. Dieser treffende Begriff kommt aus dem Lateinischen (procrastinare) und bedeutet „vertagen“.

Wollt ihr meine Meinung dazu hören? Nein? Okay hier ist sie. Wir warnen unsere Jugendlichen vor den Gefahren der Abhängigkeit. Sei es der Alkohol, Zigaretten, vor sonstigen Drogen oder auch gerne mal vor der Gefahr von „gewaltverherrlichenden Computerspielen“. Wer warnt uns vor der Prokrastination? Warum teilt jeder lustige Sprüche wie „Wenn das Bad mal wieder blitzblank ist, dann weißt du es ist Klausurenphase“ auf Facebook? Warum chillt man überhaupt noch auf Facebook, das ist die Frage. Wieso werden in der Schule die selben Inhalte und Methoden wie vor 30 Jahren wochenlang thematisiert, aber mit aller Halbherzigkeit Themen der Gegenwart angeschnitten? Und hallo Gedankenkarrussel.

Meistens bekomme ich noch die Kurve. Dann bilde ich mir ein, die gute Note oder was auch immer habe ich dem mir selbst auferlegten Druck zu verdanken. Manchmal hingegen reichen weder Leistungs- noch Zeitdruck aus. Manchmal scheitere ich. Gnadenlos mit dem Gesicht zuerst, lande ich im Dreck. Und das fühlt sich dann extra beschissen an, weil ich genau weiß, dass ich selbst daran schuld bin. Lasst mich euch aus eigener Erfahrung sagen, es lohnt sich daran zu arbeiten. Gefühlt sind es winzig kleine Schritte. Wenn mich diese aber auf Dauer von diesen periodisch auftretenden Stressbauchschmerzen befreien, ist mir jeder einzelne es Wert. Ich bin schon oft gefallen und das ist okay. Es ist auch okay für ne halbe Stunde das Gesicht im Dreck ruhen zu lassen. Ist bestimmt auch gut für die Haut. Irgendwann sollte man sich dann aber doch wieder aufrappeln. Zum Glück habe ich die tollsten Mitbewohnerinnen der Welt. Wenn ich es mir im Dreck so richtig bequem mache, nehmen sie mich einfach unter die Arme und ziehen mich da raus. Manchmal bekomme ich danach sogar noch einen Keks.

Trottel?

Taubenhafte Grüße

Eure Anne

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